Telefon 04131-26 66 381 - www.RAWedekind.de - Mediation - Verhandeln (Harvard Konzept) - ADR alternative dispute resolution

Mediation

ist ein Verfahren der Konfliktlösung, das in den 70er Jahren in den USA entwickelt wurde und dort mit Erfolg in vielen Lebensbereichen angewendet wird, ursprünglicher Anwendungsbereich waren zunächst vor allem Nachbarstreitigkeiten (Community Mediation).

Die Mediation ist ähnlich wie die Schlichtung darauf gerichtet, mittels eines neutralen Dritten zu einer einvernehmlichen Lösung zu kommen. Anders als ein Schlichter unterbreitet ein Mediator in der Regel keine eigenen Lösungsvorschläge, sondern beschränkt sich darauf, den Prozess der Erarbeitung von Lösungen zu gestalten - ähnlich einem Moderator. Hierbei kommen dieselben Grundsätze zur Anwendung, die auch für das Sachgerechte Verhandeln ohne Einschaltung eines Dritten gelten (s. sogleich).

Wirtschafts-Mediation oder Business Mediation

Die Chancen Alternativer Streitbeilegung (Alternative Dispute Resolution - ADR) wurden auch für die Wirtschaft entdeckt und entwickelt. Inzwischen haben sich in den USA ca. 600 Unternehmen, die 50 % des Brutto-Sozial-Produkts erwirtschaften, der Verpflichtung unterworfen, vor einem gerichtlichen Streit eine Mediation durchzuführen. Wir verstehen Wirtschafts-Mediation entsprechend dem anglo-amerikanischen Sprachgebrauch so, dass es um wirtschaftliche Sachverhalte geht, unabhängig ob die Beteiligten Unternehmen sind oder Privatleute, z.B. bei einer Nachfolgeregelung.

Sachgerechtes Verhandeln nach dem von von Fisher/Ury/Patton

in dem gleichnamigen Buch vorgestellten "Harvard-Konzept" (Campus Verlag) und Mediation basieren auf der Erkenntnis, dass das Beharren auf Positionen den Verhandlungserfolg blockieren kann und die Interessen nicht unbedingt optimal wahrt. Daher sollen sich die Parteien über ihre hinter den Positionen stehenden Interessen klar werden, um so gemeinsam nach Lösungen zu suchen. So werden häufig im Ergebnis, weit jenseits der vorher für denkbar gehaltenen Positionen, Wege dazu eröffnet, die Interessen beider Seiten bestmöglich zu fördern. Hierbei gilt der Grundsatz: Hart in der Sache und bezüglich der Einhaltung von Verhandlungsspielregeln aber schonend mit den Menschen, damit nicht Angst vor "Gesichtsverlust" gute Lösungen verhindert.

Wir sind ausgebildete Mediatoren,

überlassen aber die Mediator-Rolle gerne anderen. Der Mediator ist ein neutraler Dritter (wie ein Richter oder Schlichter), wir verstehen uns hingegen als Anwälte Ihrer Interessen, und das ist eine andere Rolle. Die Fertigkeiten eines Mediators sind hierbei sehr nützlich, um Verhandlungslösungen finden zu können. Dies gilt außergerichtlich wie auch im Gerichtssaal. In der Lage zu sein, die Welt mit den Augen des anderen zu sehen und seine Sprache zu sprechen ist notwendig, um Einigungsmöglichkeiten zu finden, wo das möglich ist. Viele Mandanten wissen zu schätzen, dass wir als Anwälte die 'sanften' Töne ebenso beherrschen wie die 'scharfen'.

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